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Diese Erkrankung bezeichnet ein Kompressionssyndrom des Nervus medianus – des Mittelnervs – im Handbereich. Fast jede zehnte Person in Deutschland ist davon betroffen.

Ein Karpaltunnelsyndrom entsteht, wenn der Medianus-Nerv durch erhöhten Druck innerhalb des Karpalkanals geschädigt wird. Dieser Nerv ist für die Empfindungsfähigkeit des Daumens, Zeige- und zum Teil auch des Mittelfingers zuständig. Außerdem ist er für die Steuerung bestimmter Hand- und Fingermuskeln verantwortlich.

Eine Schwangerschaft, Wechseljahre, Gewichtszunahme, schwere körperliche Arbeit, lokale Schwellungen, Stoffwechselstörungen (Diabetes), Handgelenksveränderungen durch Arthrose, rheumatische Veränderungen und Sehnenscheidenverdickungen können ein Nervenkompressionssyndrom begünstigen.

Mit diesem einfachen Test finden Sie schnell heraus, ob Sie zu den eventuell Betroffenen gehören:
Hände möglichst weit nach innen beugen und rund eine Minute halten. Wenn es dann kribbelt oder die Hände eingeschlafen sind, könnte ein Karpaltunnelsyndrom die Ursache sein.

Symptome

Die typischen Beschwerden des Karpaltunnelsyndroms sind das „nächtliche Einschlafen“ und ein Taubheitsgefühl des Daumens bis hin zum Mittelfinger oder auch ein Kribbeln sowie Schmerzen, die bis in den Arm ausstrahlen können. Durch Reiben und Bewegung des Armes lässt sich meist schnell eine Besserung bzw. Behebung der Symptome erzielen.

Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, können diese Merkmale dauerhaft bestehen bleiben. Auch treten im späteren Krankheitsverlauf oft Schmerzen beim Greifen und Schwächegefühl beim Zupacken auf. Wenn die Nervenschädigung fortschreitet, kann es zu einer Gefühlsminderung (in diesem Stadium lassen die Schmerzen wieder nach) und einer Verkümmerung der Handmuskeln auf der Seite des Daumens kommen.

Therapie

Das Karpaltunnelsyndrom muss nicht immer operiert werde. Das Tragen speziell angepasster Nachtschienen oder auch geformte Stützverbände können die Beschwerden zeitweise beseitigen bzw. diese zumindest abmildern. Diese Schienen öffnen den Karpaltunnel, dehnen die querliegenden Bänder und ermöglichen so eine Verringerung des Drucks auf die Nerven, was die Schmerzen mildert und die Heilung der Entzündung fördert.

Um innerhalb kurzer Zeit eine Besserung der Symptome zu erreichen, können schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. Diese werden direkt in den Karpaltunnel eingespritzt. Bleibt die konservative Behandlung erfolglos oder ist bereits eine Rückbildung der Handmuskeln erkennbar, sollte eine Operation in Erwähnung gezogen werden, um bleibende Schäden zu vermeiden. Bei diesem kleinen operativen Eingriff werden die Bandstrukturen gespalten. Diese Maßnahme verringert den Druck auf den Nerv, was die Schmerzen mildert und die Heilung der Entzündung ermöglicht.