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Hier handelt es sich um eine Bindegewebsschrumpfung in der Handinnenfläche. Davon betroffen sind oft der Ring- oder kleine Finger. Die Finger können nicht mehr frei gestreckt werden. Sie krümmen sich in Richtung Handfläche. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit der Hand stark eingeschränkt.

Von der Erkrankung sind wesentlich häufiger Männer als Frauen betroffen. Auch beginnt die Erkrankung bei Männern oft 10 Jahre früher.

Die Ursache der Dupuytren-Kontraktur ist bis heute noch unklar. Ein Faktor ist aller Wahrscheinlichkeit nach die erbliche Veranlagung. Aber auch Diabetes mellitus, starker Alkoholkonsum, Epilepsie oder Verletzungen an der Hand können kombiniert das Entstehen der Bindegewebsschrumpfung anregen.

Oft verläuft die Erkrankung in Schüben, d.h. an eine Zeit des raschen Fortschreitens kann sich eine Phase des Stillstandes ohne Veränderung anschließen.

Symptome

Die Dupuytren-Kontraktur entwickelt sich meist langsam und schmerzfrei. Das erste Symptom, das Patienten bemerken, ist meist eine langsame Verhärtung der Handinnenfläche.

Oft dauert es aber Jahre, bis die zunächst nur tastbare, knotige oder strangartige Verhärtung auch zu Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit bis hin zur Versteifung der Finger führt.

Therapie

Konservative Maßnahmen, wie Salbenverbände, Medikamente, Krankengymnastik oder Massagen haben nur selten Aussicht auf Erfolg. Die Wirksamkeit alternativer Therapiemethoden wie Ultraschall, Laser, hochdosierte Vitamingaben oder Kortisonspritzen ist bisher nicht wissenschaftlich erwiesen.

Bei einzelnen Knötchen ohne Versteifung in Beugestellung wird man in der Regel zunächst noch abwarten und die Operation auf einen späteren Zeitpunkt verschieben; zumal die Knoten im höheren Alter meist langsam wachsen und so die Betroffenen nicht groß behindern. Jedoch sollten jährliche Kontrolluntersuchungen stattfinden.

Liegen bereits funktionelle Einschränkungen – z.B. eine beginnende Streckbehinderung oder Schmerzen – vor, sollte eine Operation in Betracht gezogen werden. Leider tritt nach einem Eingriff innerhalb von 5 Jahren bei 40% der Patienten eine erneute Dupuytren-Kontraktur auf.

Deshalb kommt dem richtigen Operationszeitpunkt hier eine große Bedeutung bei. Dieser sollte auf Grund der Rezidivrate nicht zu früh stattfinden. Jedoch darf er auch nicht zu spät erfolgen, damit Haut, Nerven und Gelenkkapsel nicht bereits irreparabel geschädigt sind, sodass trotz Operation eine Streckung der Finger nicht mehr erreicht werden kann.