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Dr. Matthias Heppe
Facharzt für Anästhesie

Während einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) schlafen Sie tief und fest. Zunächst atmen Sie über eine Gesichtsmaske reinen Sauerstoff, während die Medikamente zum Einschlafen über die Vene verabreicht werden. Von allen weiteren Maßnahmen merken Sie nichts. Sie schlafen während der gesamten Operation und werden ununterbrochen überwacht.

Die Narkose kann so genau gesteuert werden, dass Sie einige Minuten nach Ende der Operation wieder wach und ansprechbar sind. Ein eventuell notwendiger Tubus (Beatmungsschlauch) wird vor dem Erwachen entfernt. Zur weiteren Überwachung und Betreuung erfolgt nun die Verlegung in den Aufwachraum.

Die Vollnarkose ist heute ein weitestgehend sehr sicheres Verfahren. Dank moderner, gut steuerbarer Medikamente, einem hohen technischen Überwachungsstandard im Operationssaal und einem gut ausgebildeten Anästhesieteam bestehen beste Voraussetzungen, dass eine Vollnarkose ohne Komplikationen verläuft.

Verschiedene Narkosearten:

  • Narkose ausschließlich durch Narkosegase: reine Inhalationsnarkose
  • Narkose ausschließlich durch Medikamente, die der Arzt über eine Vene gibt: reine intravenöse Narkose (Abkürzung: TIVA = totale intravenöse Anästhesie)
  • Mischform aus beiden: sog. balancierte Narkose oder balancierte Anästhesie

Die umgangssprachliche Vollnarkose hat zum Ziel, Bewusstsein und Schmerzempfindung des Patienten auszuschalten und somit für Patient und Arzt  die optimalen Voraussetzungen für einen diagnostischen oder operativen Eingriff zu schaffen. Dazu werden ein oder mehrere Narkosemittel verabreicht, die im zentralen Nervensystem wirken, unter Umständen auch Wirkstoffe zur Entspannung der Skelettmuskulatur.

Folgende Kriterien kennzeichnen eine Vollnarkose:

  • Der Operierte spürt keinen Schmerz: Schmerzausschaltung
  • Die Muskulatur entspannt sich (je nach Wirkstoff)
  • Der Patient verliert das Bewusstsein und hat eine Erinnerungslücke für die Zeit des Eingriffs

 

 

  • Einleitung
  • Aufrechterhaltung
  • Ausleitung

Zur Einleitung werden über die Venen die Narkosemittel gespritzt. Die Konzentration der Medikamente steigt im Körper langsam an und der Patient schläft sanft ein. 

Nun unterstützt der Arzt die Atmung entweder über eine Gesichtsmaske oder er führt einen Kehlkopfmaske bzw. einen Beatmungsschlauch (Tubus) ein.

Diese Massnahmen sind zur Sicherstellung einer ausreichenden Atmung und damit Sauerstoff erforderlich. Die Entscheidung, ob eine Maske oder ein Tubus zur Anwendung kommt, wird im Rahmen des Vorgesprächs ausführlich besprochen. Sie hängt von der geplanten Operation, der notwendigen Lagerung sowie ggf. vorhandenen Begleiterkrankungen ab. 

Während des Eingriffs überwacht der Anästhesist den Patienten mithilfe verschiedener elektronischer Geräte. Sie messen den Blutdruck und die Herzfrequenz, bestimmen den Sauerstoffgehalt des Blutes und kontrollieren die Atmung.

Kurz vor Ende der Operation beginnt die sog. Ausleitung. In dieser Phase wird die Narkosemittelmenge reduziert. Es dauert dann immer noch einige Zeit bis der Patient erwacht. Ist der Patient wieder bei Bewusstsein, wird er vom Operationssaal in den unmittelbar benachbarten Aufwachraum verlegt. Hier wird er noch einige Zeit überwacht und erhält bei Bedarf auch weitere Schmerzmitttel. Bleiben die Allgemeinfunktionen stabil und sind unmittelbare Nebenwrikungen der Narkose nicht mehr zu erwarten, wird er auf Station verlegt oder entlassen.