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Die Spinalanästhesie gehört zur Regionalanästhesie, bei dem ein örtliches Betäubungsmittel in den Liquor ("Nervenwasser") injiziert wird. Das führt zu einer vollständigen Gefühllosigkeit der unteren Körperhälfte. Auch die Motorik (Bewegungsfähigkeit) ist in der Regel komplett aufgehoben. Da die Punktionsstelle in aller Regel zwischen dem 3. und 4. Lendenwirbel liegt, ist sie weit vom Rückenmark entfernt. Diese Form der Betäubung ist sehr gut geeignet für alle Operationen unterhalb des Bauchnabels.

Durchführung einer Spinalanästhesie

Die Durchführung findet meist im Sitzen, selten in Seitenlage statt. Zunächst wird die Haut am Rücken gründlich desinfiziert, dann erfolgt die lokale Betäubung der Punktionsstelle. Das ist der einzige "Picks", den der Patient spürt. Dann punktiert der Anästhesist mit einer hauchdünnen Nadel zwischen zwei Lendenwirbelkörper hindurch den sogenannten Spinalraum, in dem sich das Nervenwasser (Liquor) befindet. Hierhin wird das jeweilige Lokalanästhetikum injiziert und verteilt sich um die aus dem Rückenmark nach unten abgehenden Nervenfasern. Die Nadel wird nach der Injektion wieder entfernt. Das Rückenmark selbst endet wie bereits erwähnt mehrere Zentimeter oberhalb der Einstichstelle. Eine Verletzung des Rückenmarks mit bleibenden Schäden ist somit extrem unwahrscheinlich. 

Innerhalb weniger Minuten wird der gesamte Unterkörper schmerzunempfindlich, meist spürt der Patient gar keine Berührung mehr. Auch ein aktives Bewegen der Beine ist nun nicht mehr möglich. Eine gezielte Beendigung dieses Zustandes ist nicht möglich. Je nach verwendetem Lokalanästhetikum hält die Wirkung zwischen einer und fünf Stunden an.

Während des Eingriffs werden sämtliche wichtigen Funktionen des Körpers mithilfe von modernen Überwachungsgeräten vom Anästhesisten überwacht z.B. Puls, Blutdruck oder die Sauerstoffsättigung des Blutes und falls Notwendig korrigiert.

Die Spinalanästhesie kann nur im Bereich der Lendenwirbelsäule angelegt werden. Die Periduralanästhesie kann bereits ab der Brustwirbelsäule angelegt werden. Die Injektion des Lokalanästhetikums erfolgt in unterschiedliche Räume der Wirbelsäule. Im Unterschied zur Spinalanästhesie, die in einer einmal Dosierung erfolgt, wird bei der Periduralanästhesie ein Katheter eingeführt, der das Nachinjizieren von Lokalanästhetikum während des Eingriffes und darüber hinaus ermöglicht.